Der Weinkeller Borgo Scopeto wurde in den letzten Jahren renoviert und ausgebaut und ist mit der neuesten und modernsten Technologie der Weinherstellung ausgestattet.
Der Weinkeller enthält 50 Stahltanks, welche ein Fassungsvermögen zwischen 11 und 260 Hektarliter haben. Insgesamt beträgt die Kapazitäten des Weinkellers 7000 Hektarliter.
Der Ausbau unserer Weine findet in slawonischen und französischen Eichenfässern (Barriques), statt. Die slawonischen Fässer haben ein Fassungsvermögen von 30/50 Hektarliter und die französischen Barriques fassen ca. 300/500 Liter. Jeder Raum für den Reifeprozess unserer Weine ist mit einer automatischen Temperaturregelung und einem Luftbefeuchter, der das ganze Jahr über für eine konstante Luftfeuchtigkeit sorgt , ausgestattet.
Zu alldem wurde eine moderne Flaschenabfüllanlage hinzugefügt, welche eine hochentwickelte Technologie aufweist. Somit wird vom Anfang der Weinproduktion bis zur Abfüllung in die Flasche ein einwandfreier hygienischen Standart und ein konstanter Qualitätslevel, gewährleistet.
Abschließend werden die Weine, je nach Weintyp für unterschiedlich lange Zeit, zur Verfeinerung, liegend, in einem temperaturkontrollierten Raum gelagert. Danach kann der Wein auf den Markt gebracht werden.
Die Weinlese
Die Weinlese beginnt für gewöhnlich in der dritten Septemberwoche und wird von Hand durchgeführt. Die Trauben werden in eigenen Wagen unmittelbar nach der Weinlese zum Presshaus gebracht. Dort werden sie mit speziellen Maschinen abgebeert und gekeltert. Die Maische, die gequetschten Trauben, und der Most werden danach in Tanks transferiert, wo die Gärung für den Wein startet.
Die Gärung dauert durchschnittlich 7 bis 10 Tage für den Chianti Classico und bis zu 15 Tage für den Riserva und für unseren Cru.
Sobald die Gärung einsetzt, werden durch die Kohlensäure alle festen Teilchen (Beerenhäute und Fruchtfleisch) nach oben gewirbelt und bilden an der Oberfläche einen zusammenhängende Masse, die Tresterhut genannt wird. Dieser wird durch regelmäßige, mechanische Umwälzung oder ständig wiederholendes überfluten (überbrausen) unter der Mostoberfläche gehalten. Wärme und Alkohol laugen die roten Beerenhäute aus und der Most wird dunkelrot.
Während dieser Zeit findet ebenfalls die Extraktion von Farb-, Gerb-, Extrakt- und Aromastoffen aus den festen Teilen der Maische statt.
Wenn der Umwandlungsprozess von Zucker in Alkohol beendet ist, findet das sogenannte „Abstechen“, Trennung des Tresters vom Wein, statt. Um die restlichen Farb- und Gerbstoffe zu gewinnen wird der Trester noch einmal vorsichtig mit einer speziellen Presse gepresst, und unmittelbar anschließend in die Brennerei, wo die Erzeugung unseres Grappas stattfindet gebracht. Der zurückgebliebene Wein wird danach auf einer Temperatur von ca. 25 C gehalten. Damit wird das Eintreten der malolaktischen Gärung (Umwandlung der spitz-sauer schmeckenden Apfelsäure in die weit mildere Milchsäure durch die Einwirkung von Milchsäurebakterien) erleichtert.
Anschließend wird der Wein, je nach Weintyp, in slawonische Fässer (für den Chianti Classico) oder in Barriques (für den Riserva Misciano und den Borgonero) transferiert.
Während der oben erwähnten Phasen findet eine tägliche und gründliche Kontrolle seitens des Oenologen und des technisch zuständigen Personals statt. Dadurch ist eine konstante Qualität gewährleistet und verleiht unseren Weinen den besonderen Charakter.